Jedermann, das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hoffmannsthal
Nach acht erfolgreichen Jahren wird Peter Simonischek im Jahr 2010 von Nicholas Ofczarek in seiner Rolle als Jedermann abgelöst. Wir sind gespannt ob er an den Erfolg und die Beliebtheit Simonischeks anknüpfen kann und freuen uns auf die Vorführungen des berühmten Salzburger Jedermanns, der auch dieses Jahr wieder den Auftakt der Salzburger Festspiele macht.
Hintergrundinformationen zum Schauspiel Jedermann
Hugo von Hofmannsthal wurde am 1. Februar 1874 in Wien geboren. Er war der Sohn eines jüdischen Bankdirektors und einer sudetendeutschen Mutter mit italienischer Abstammung. Hugo von Hofmannsthal studierte Jura und Romanistik in Wien und hatte Kontakt zum Dichterkreis von Stefan George (1868-1933), von dem er “aufsteigender Genius” genannt wurde.
Dann gehörte er der Gruppe “Jung-Wien” an, in der auch Arthur Schnitzler und Hermann Bahr Mitglieder waren. Nach 1900 folgte eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Richard Strauss (1864-1949), für den er Opernlibretti anfertigte (z.B. “Der Rosenkavalier”). 1920 gehörte er zu den Mitbegründern der Salzburger Festspiele. Nach dem Selbstmord seines ältesten Sohnes starb Hugo von Hofmannsthal am 15. Juli 1929 in Rodaun bei Wien an einem Herzschlag.
Die Thematik des Stücks Jedermann von Hugo von Hofmannsthal
Jedermann verkörpert das Idealbild eines reichen Mannes. Jedermann kann sich jeden Wunsch, der mit Geld und Macht erfüllbar ist, verwirklichen. Doch dieses vertraute Bild wandelt engstirnig und ohne jeden Skrupel durch seine Umgebung. Er verweigert jedem die Hilfe, außer er kann sich etwas davon erwarten.
Er vertröstet seinen problembeladenen Nachbarn mit einem lächerlichen Schilling obwohl er dessen Geldschwierigkeiten ohne weiteres beheben könnte. Er wird daraufhin von seiner Mutter beschworen, sich in seiner Einstellung umzukehren und nach den zehn Geboten zu leben.
Nachdem sie sich entfernt hat, kommt die Buhlschaft, begleitet von Spielleuten, die Gesellschaft feiert fröhlich. Es sind auch zwei Vetter gekommen. Alle bemerken, dass Jedermann sehr bleich aussieht. Plötzlich taucht der Tod auf. Er möchte ihn vor Gottes Gericht stellen. In seiner letzten Stunde versucht er einen Begleiter und gleichzeitig Fürsprecher zu finden. Keiner ist jedoch bereit ihm zu folgen. Weder einer seiner Vettern noch der treue Geselle. Alle stellen sich plötzlich gegen den Mann von Welt. Nur die Darstellung seiner Werke ist bereit ihm zu folgen. Sie ist jedoch sehr schwach. Sie ruft den Glauben, durch den Jedermann letztendlich bekehrt wird und seine Sakramente erhält, die ihm ein Mönch spendet. Jetzt erscheint auch der Teufel. Er ist jedoch zu spät dran. Eine Seele, von der er sicher war sie zu bekommen, entflieht ihm durch den spät erkannten Glauben. Auch die Werke sind jetzt stark und folgen der Seele des Jedermann als Fürsprecher beim Jüngsten Gericht.
Das Werk “Jedermann” ist eine Wiederbelebung eines mittelalterlichen Mysterienspiels. Das Stück zeigt ernsthaft, ähnlich wie im “Bauer als Millionär”, daß das liederliche Leben ein kurzes Ende mit großem Schrecken hat. Es wird geradezu appelliert gut und redlich zu leben.
Hoffmannsthal drückt im Namen JEDERMANN aus, dass jeder Mann – Mensch – vor der gerechten Strafe nicht davon laufen kann. Aber es kann dafür jeder Mensch trotz seiner Sünden die Gnade Gottes empfangen.
Weitere Informationen zum neuen Jedermann Nicholas Ofczarek
Schlagworte: Gnade Gottes, Hugo von Hofmannsthal, Jedermann, Nicholas Ofczarek, Salzburg, Salzburger Festspiele



[...] halten Sie vom neuen Jedermann und der Thematik des Stücks? var szu=encodeURIComponent(location.href); var [...]