Neuer Jedermann und neue Buhlschaft 2010 bei den Salzburger Festspielen

Sonntag, Juli 25th 2010

Die jungen Burgschauspieler Birgit Minichmayr und Nicholas Ofczarek stehen oft gemeinsam auf der Bühne. Nun auch im Salzburger “Jedermann”. Nicholas Ofczarek folgt in der Jubiläumssaison der Salzburger Festspiele (90 Jahre) dem Langzeit-Jedermann Peter Simonischek nach, und Birgit Minichmayr löst Sophie von Kessel als Buhlschaft ab.

Wie schon oft am Wiener Burgtheater – zuletzt Ende Juni in Horváths “Geschichten aus dem Wiener Wald” – stehen die beiden nun auch in Salzburg gemeinsam auf der Bühne. Am Burgtheater waren sie bereits vor zehn Jahren ein Bühnenpaar: in Nestroys “Der Färber und sein Zwillingsbruder”. In jüngerer Zeit traten sie in der Kusej-Inszenierung von Karl Schönherrs “Weibsteufel” gemeinsam auf. Minichmayr wurde für ihre überwältigende Darstellung als “Weibsteufel” im vergangenen Herbst mit dem Nestroy als “beste Schauspielerin” ausgezeichnet.

Birgit Minichmayr, 1977 in Linz geboren, ist Absolventin des Wiener Max-Reinhardt-Seminars. 1999 debütierte sie am Burgtheater. Bei der Berlinale 2001 wurde sie als “Shooting Star” präsentiert, seit der Saison 2004/2005 ist sie Ensemblemitglied der Volksbühne Berlin, seit 2007 wieder regelmäßig am Wiener Burgtheater, etwa in Shakespeares “Macbeth” und “König Lear”, als rockender “Struwwelpeter” oder jüngst in Luc Bondys Festwochen-Inszenierung von Euripides’ “Helena”.

Birgit Minichmayr ist die neue Buhlschaft im Salzburger”Jedermann”.

Neben ihrer Bühnenkarriere feiert Minichmayr auch im Kino große Erfolge. Voriges Jahr erhielt sie den Silbernen Bären der Berliner Filmfestspiele als “beste Darstellerin” für ihre Leistung im Film “Alle Anderen” (Regie: Maren Ade) sowie den Diagonale-Schauspielpreis für “Der Knochenmann” (Regie: Wolfgang Murnberger). Ferner wirkte sie in Filmen von Barbara Albert, Tom Tykwer, Robert Dornhelm, Doris Dörrie und Michael Haneke mit.

Nicholas Ofczarek, der neue Salzburger Jedermann, ist 1971 in Wien geboren. Seine Ausbildung erhielt er am Konservatorium seiner Heimatstadt. Ein erstes Engagement führte ihn von 1991 bis 1994 an das Wiener Theater in der Drachengasse, ab der Saison 1994/1995 war er ans Burgtheater verpflichtet, dessen Ensemble er bis heute angehört. Dort arbeitete Ofczarek u. a. mit den Regisseuren Karlheinz Hackl, Claus Peymann, Achim Benning, Sven-Eric Bechtolf und Karin Beier.

1999 erhielt er die Josef-Kainz-Medaille, 2003 den von Herbert Lederer gestifteten Wiener Schauspielerring. Ferner ist Ofczarek zweifacher Nestroy-Preisträger als “bester Schauspieler”. Bei den Salzburger Festspielen trat er zuletzt in Martin Kusejs Inszenierungen von Nestroys “Höllenangst” und Grillparzers “König Ottokars Glück und Ende” auf, die an die Burg übernommen wurden.

Im Sommer 2009 gab Nicholas Ofczarek sein Regiedebüt, und zwar bei den Festspielen Reichenau (NÖ) mit Schnitzlers “Spiel im Morgengrauen”. Neben seinen Bühnenauftritten ist er auch regelmäßig für Kino und Fernsehen tätig; so wirkte er in den Polt-Krimis (Regie: Julian Pölsler) mit sowie in mehreren Filmen von Xaver Schwarzenberger und Michael Kreihsl.

www.salzburgerfestspiele.at

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amadehotel Geschrieben von amadehotel

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